Neuigkeiten vom 07.07.2020

In eigener Sache – Resümee der Covid-19 Vorkehrungen bei den Marcher Fleischwerken

Nach über 1.000 freiwilligen und zum großen Teil selbstfinanzierten Testungen in allen Betrieben, können wir beruhigt feststellen, dass die Fleischbranche sichtlich nicht gefährdeter ist als wahrscheinlich jeder andere Betrieb in Österreich. Auch die Fälle in Linz haben gezeigt, dass die Infektion von außen über die Familien in den Betrieb gelangt ist und sich nicht vom Betrieb aus verbreitet hat. Selbstverständlich ist es statistisch zu erwarten, dass es zu Fällen in unseren Betrieben kommen kann, aber diese Fälle können nicht der Fleischbranche oder uns als Arbeitgeber zugerechnet werden, sondern liegen in der Hartnäckigkeit der Virusverbreitung begründet. Die aktive Suche nach Infektionen bei uns hat gezeigt, dass alle (3!) Fälle in Linz symptomlos waren – mit unserer Eigeninitiative leisten wir einen wertvollen Beitrag, die Dunkelziffer an Erkrankungen zu reduzieren bzw. helfen, diese aufzudecken. Nach dreiwöchigem Ausnahmezustand führen wir die Screenings zwar weiter, halten aber nichts von einem öffentlichen „Ranking“ der Betriebe mit den wenigsten Covid-19 Fällen. Aus diesem Grund bitten wir um Verständnis, dass wir zwar weiterhin für Medienanfragen selbstverständlich erreichbar sind – ein reines Abfragen der Testergebnisse halten wir für verzichtbar, zumal nun klar ist, dass sie nicht mit den Vorfällen in Deutschland vergleichbar sind.

Kurzer Abriss der Maßnahmen

  • 27.2. 2020: Einrichtung eines zentralen Covid-Krisenstabs zur Regelung und Verschärfung aller Maßnahmen hinsichtlich Hygiene, Büroorganisation, Home-Office, Einführung von verpflichtenden Videokonferenzen etc.
  • Seit Februar bis heute: keine Lockerungen, weiterhin Pflicht des Mund-Nasenschutzes auch in den Verwaltungsräumlichkeiten
  • Mitte Juni 2020: Körper-Temperaturkontrollen beim Betreten der Werke (auch der Büros)
  • Ab 22.6. Start der risikobasierten Beprobungen auf eigene Initiative und auf eigene Kosten in unseren Schlacht- und Zerlegebetrieben (Graz, Villach, St. Martin, Steinerkirchen, Klagenfurt)
  • Ab 29.6.: Start der freiwilligen Teilnahme an Screening-Testungen im Rahmen der AGES
  • Ab 3.7.2020: Aufgrund der verstärkten Infektionen im Raum Linz Start der auf freiwilliger Basis und auf eigene Kosten durchgeführten Tests im Werk Linz (mittlerweile alle 264 Mitarbeiter getestet, 261 negativ, 2 Verwaltungsmitarbeiter positiv, 1 Verwaltungsmitarbeiterin positiv)
  • Resümee: über 1.000 Tests, davon 3 Positiv-Ergebnisse in Linz, der Rest negativ.

Diese Maßnahmen erfordern Genauigkeit, Zeit, Disziplin und vor allem finanzielle Mittel, die wir selbstverständlich für die Gesundheit unserer Mitarbeiter und für die Gesundheit der Gemeinschaft aufwenden.