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News vom 13.10.2019

MARCHER FLEISCHWERKE AUF DER ANUGA

Mit zwei Ständen waren die Marcher Fleischwerke auf der diesjährigen Anuga vertreten – zahlreiche Interessenten zeigten sich begeistert von dem vielfältigen Angebot vom Frischfleisch über Fleisch- und Wurstwaren bis hin zu Convenience-Artikeln und fleischlosen Spezialitäten.


Photocredit: Inge Prader

News vom 29.08.2019

EINE WURST FÜR EINGEFLEISCHTE VEGETARIER

Das Villacher Fleischereiunternehmen Marcher setzt auch auf vegetarische Alternativen. Als Basis für die Wurst ohne Fleisch dienen Eiweiß und Sonnenblumenöl.

Erscheinung: gast.at

Bereits einige Unternehmen haben den Trend zur vegetarischen Ernährung aufgegriffen und fleischlose Wurstprodukte kreiert. Bereits im Jahr 2012 brachte die oberösterreichische Firma Landhof  ihre vegetarische Wurst- und Aufschnittlinie „Die Ohne” auf den Markt. Letztes Jahr hat das Villacher Fleischereigroßunternehmen Marcher die Firma Landhof übernommen und führt die Linie fort. Statt wie gewöhnlich Fleisch und Speck für die Wurstherstellung heranzuziehen, verwendet man hier Eiweiß und Sonnenblumenöl als Basis. Unter Beimischung von Gewürzen entsteht eine Brätmasse, die durch Erhitzen schnittfest gemacht wird. Das Eiweiß gewinnt man aus Milch, Hühnereiern und Erbsen. Die Herstellung der vegetarischen Wurst ist relativ mühsam. „Der Aufwand ist je nach Prozessschritt bis zu doppelt so groß wie bei herkömmlicher Wurst”, erklärt Geschäftsführer Norbert Marcher. Die Eiweißkomponenten müssen erst gewonnen und aufbereitet werden, was die Produktion länger und teurer macht.

Entwickelt wurde „Die Ohne" von Produktentwickler Josef Barth, der seit über 35 Jahren mit viel Liebe die köstlichsten Wurstspezialitäten des Landes herstellt. Er weiß, wie gute Wurst schmecken muss und verwendet nur die besten Zutaten, jahrelange Erfahrung und natürlich viel Leidenschaft zum Produkt. Oberstes Ziel bei der Herstellungfleischloser Produkte ist, ihnen mindestens so viel Geschmack zu verleihen, wie den anderen konventionellen Produkten und so eine echte kulinarische Alternative für Vegetarier, Flexitarier und selbst für „eingefleischte"Wurstesser zu bieten. Die „Ohne"-Spezialitäten werden sind 100 % vegetarisch, glutenfrei und zu 100 % ohne Konservierungsstoffe und Soja hergestellt. Das Produktsortiment umfasst verschiedene Sorten von vegetarischer Extrawurst, Salami, Bratwürstel und Frankfurter. Die Ohne-Spezialitäten (link is external) sind in einer Vielzahl an LEH-Märkten in Österreich und Deutschland erhältlich und zählen laut aktuellen Markterhebungen zu den beliebtesten und – wie zahlreiche Prämierungen zeigen – auch zu den besten fleischlosen Wurstspezialitäten am Markt.

Warum gerade Österreichs größtes Fleischereiunternehmen auf vegetarische Alternativen setzt? „Als Fleischproduzent haben wir die Kompetenz und das Know-how, Wurst zu erzeugen, und dieses Wissen fließt in die Produktion und Entwicklung von fleischlosen Produkten ein”, sagt Marcher. Geschmacklich kommen die vegetarischen Produkte wie Frankfurter und Bratwurst laut Marcher dem Original bereits sehr nahe. Die Nachfrage nach vegetarischen Alternativen am Markt steigt. Besonders Flexitarier, also Menschen, die zwar Fleisch essen, aber gelegentlich darauf verzichten wollen, sind an vegetarischen Wurstprodukten interessiert. Diese fristen dennoch ein Nischendasein mit zwei Prozent Anteil an der Gesamtproduktion der Firma. Ob sich diese Alternative längerfristig durchsetzen kann, wird sich zeigen. Die Firma Marcher wird ihr Hauptaugenmerk jedenfalls auch in Zukunft auf die Herstellung von normalem Fleisch legen.

Photocredit: Inge Prader

News vom 12.08.2019

EINE WURST FÜR EINGEFLEISCHTE VEGETARIER

Das Villacher Fleischereiunternehmen Marcher setzt auch auf vegetarische Alternativen. Als Basis für die Wurst ohne Fleisch dienen Eiweiß und Sonnenblumenöl.

Rund 65 Kilo Fleisch isst der durchschnittliche Österreicher pro Jahr. In der Debatte rund um den Klimawandel gerät das beliebte Nahrungsmittel aufgrund der Emissionen, die bei der Fleischerzeugung entstehen, zunehmend in die Kritik. Vegetarische und vegane Alternativen erfreuen sich derzeit immer höherer Beliebtheit.

Diverse Unternehmen greifen den Trend auf und werben mit fleischlosen Wurstprodukten. Bereits im Jahr 2012 brachte die oberösterreichische Firma Landhof ihre vegetarische Wurst- und Aufschnittlinie "Die Ohne" auf den Markt. Letztes Jahr hat das Villacher Fleischereigroßunternehmen Marcher die Firma Landhof übernommen und führt die Linie fort. Statt wie gewöhnlich Fleisch und Speck für die Wurstherstellung heranzuziehen, verwendet man hier Eiweiß Fleischersatz: die vegetarische Wurstlinie "Die Ohne" und Sonnenblumenöl als Basis. Unter Beimischung von Gewürzen entsteht eine Brätmasse, die durch Erhitzen schnittfest gemacht wird. Das Eiweiß gewinnt man aus Milch, Hühnereiern und Erbsen. Die Herstellung der vegetarischen Wurst ist relativ mühsam. "Der Aufwand ist je nach Prozessschritt bis zu doppelt so groß wie bei herkömmlicher Wurst", erklärt Geschäftsführer Norbert Marcher. Die Eiweißkomponenten müssen erst gewonnen und aufbereitet werden, was die Produktion länger und teurer macht.

Warum gerade Österreichs größtes Fleischereiunternehmen auf vegetarische Alternativen setzt? "Als Fleischproduzent haben wir die Kompetenz und das Know-how, Wurst zu erzeugen, und dieses Wissen fließt in die Produktion und Entwicklung von fleischlosen Produkten ein", sagt Marcher. Geschmacklich kommen die vegetarischen Produkte wie Frankfurter und Bratwurst laut Marcher dem Original bereits sehr nahe. Die Nachfrage nach vegetarischen Alternativen am Markt steigt. Besonders Flexitarier, also Menschen, die zwar Fleisch essen, aber gelegentlich darauf verzichten wollen, sind an vegetarischen Wurstprodukten interessiert. Diese fristen dennoch ein Nischendasein mit zwei Prozent Anteil an der Gesamtproduktion der Firma. Ob sich diese Alternative längerfristig durchsetzen kann, wird sich zeigen. Die Firma Marcher wird ihr Hauptaugenmerk jedenfalls auch in Zukunft auf die Herstellung von normalem Fleisch legen. Nachvollziehbar, angesichts einer Verarbeitungsmenge von einer Million Schweinen und 130.000 Rinder jährlich. Für 40 Länder auf vier Kontinenten.

Erscheinung: Kleine Zeitung



Wir haben auf Wunsch der Kleinen Zeitung dieses Interview geführt – zur Vervollständigung und um einen Gesamteindruck zu erhalten, anbei das gesamte Interview in schriftlicher Form:

Woher kam die Idee für die Linie "Die Ohne"? Warum wollen Sie als größter Fleischproduzent Österreichs auf fleischlose Produkte setzen?
„Die OHNE“ wurde 2011 von der Firma Landhof entwickelt und kam 2012 auf den Markt. Bereits damals wurde erkannt, dass es für fleischlose Produkte einen Markt gibt. Durch die Übernahme der Firma Landhof im Jänner 2018 hat Marcher die Marke und Produktion von „die OHNE“ übernommen und führt sie erfolgreich weiter. Als Fleischproduzent haben wir die Kompetenz und das Know How Wurst zu erzeugen – dieses Wissen fließt auch in die Produktion und Entwicklung von fleischlosen Produkten ein. Wir sehen dieses Sortiment als Ergänzung unseres Angebots, unser Hauptgeschäftszweig wird die Herstellung von Fleisch und Fleischwaren bleiben.

Was ist das Besondere an Ihren fleischlosen Produkten?
Das Besondere ist, dass wir einen Aufschnitt erzeugen, der dem vergleichbaren Wurstprodukt im Geschmack sehr, sehr ähnlich ist. Wir richten uns an eine Zielgruppe, die hin und wieder auf Fleisch verzichten möchte, nicht aber auf den Geschmack. Auch unsere Frankfurter und Bratwürstel sind sowohl von Textur und Geschmack kaum vom Original-Fleischprodukt zu unterscheiden.

Auf welcher Basis stellen Sie die Produkte Ihrer fleischlosen Linie "die OHNE" her? Welche Rohstoffe werden verwendet? Woher kommen die Rohstoffe? In Ihrem Pressetext sprechen Sie von "sortenspezifischen Zutaten", was ist darunter zu verstehen?
Wir wenden die Verfahren zur Herstellung für Brühwurst in analoger Weise an. Im Gegensatz zur gängigen Wurst wird anstelle von Fleisch und Speck Eiweiß und Sonnenblumenöl mit Gewürzen zu einer Brätmasse vermischt und durch Erhitzen schnittfest gemacht. Wir verwenden Milcheiweiß, Erbseneiweiß und Hühnerei-Eiweiß als Fleischersatz, diverse Gewürze und Zusätze für den Geschmack und die Textur. Das Hühnerei-Eiweiß stammt von Eiern aus Freilandhaltung aus Österreich, die restlichen Eiweißkomponenten beziehen wir aus Deutschland, diverse Gewürze sind international. Unter sortenspezifisch versteht man, dass die Komposition der Zutaten bzgl. Nährwerte, Geschmack und Textur individuell abgestimmt sind, dh eine Pikantwurst besteht aus anderen Zutaten als eine reine Extrawurst.

Wie lange dauert die Produktion der fleischlosen Produkte - auch im Vergleich zu herkömmlichen Fleisch?
Der erforderliche Aufwand ist je nach Prozess-Schritt bis zu doppelt so groß wie bei herkömmlicher Wurst.

Wie hoch sind die Herstellungskosten im Vergleich zu herkömmlichen Fleisch?
Sowohl die Produktion selbst als auch die erforderliche Aufbereitung der Eiweißkomponenten verursachen deutlich höhere Kosten im Vergleich zur Fleischproduktion.

Inwiefern sind diese Alternativen in der Produktion umweltfreundlicher als herkömmliches Fleisch?
Wir stellen diese Behauptung nicht auf, dass die Produktion von fleischlosen Produkten umweltfreundlicher ist. Die medial stark kolportierten Berichte, die den Fleischkonsum als wesentlichen Verursacher von CO2 Emissionen identifizieren, nehmen nicht spezifischen Bezug auf die Wirtschaftsweise unserer kleinstrukturierten heimischen Landwirtschaft. Für die heimische Viehwirtschaft wird kein Regenwald abgeholzt. Anders formuliert führt jedes zusätzliche produzierte Steak aus heimischer Landwirtschaft, für das eines weniger aus Südamerika nach Europa eingeführt werden muss, zu einer maßgeblichen Verbesserung der CO2 Bilanz. Darüber hinaus entstammt unserer Viehwirtschaft auch heimische Milch und unsere Bauern leisten mit ihrer Arbeit einen unschätzbaren Beitrag zur Aufrechterhaltung unserer Kulturlandschaft und damit einhergehend der touristisch genutzten Erholungsflächen.

Welchen Anteil Ihres Gesamtproduktionsvolumens machen fleischlose Produkte aus? Wollen Sie die Produktion in Zukunft steigern? Wollen Sie das fleischlose Sortiment ausbauen? Haben Sie bereits neue Produktideen?
Wie schon oben erwähnt, handelt es sich bei der fleischlosen Linie „die OHNE“ um eine Nische, die wir gerne bedienen, die wir auch mit Produkt-Innovationen erweitern werden, die aber nie in der Bedeutung an unser Stammgeschäft – die Produktion von Fleisch und Fleischwaren - heranreichen wird. Wir werden verstärkt fleischlose Convenience-Produkte sowie eine vegane Linie auf den Markt bringen. So ist zum Beispiel ein veganer Burger bereits fertig entwickelt und steht vor der Markteinführung.

Wie viel fleischloses Fleisch stellen Sie insgesamt her?
Das Segment macht ca. 2 % des Gesamtumsatzes aus.

Wie groß ist die Nachfrage nach den fleischlosen Produkten? Ist sie in den letzten Jahren gestiegen?
Die Nachfrage ist stabil mit einer Tendenz zu leicht steigend.

Wer sind die Abnehmer der fleischlosen Produkte? Welche Zielgruppe sprechen Sie mit den Produkten an? Wohin liefern Sie die Produkte (nur österreichweit oder auch ins Ausland)?
„Die OHNE“ richtete sich von Beginn an Flexitarier – also Konsumenten, die gerne Fleisch essen, aber hin und wieder aus welchen Gründen auch immer darauf verzichten möchten. Seit 2018 richten wir uns in der Kommunikation verstärkt an die junge Zielgruppe, die wir über unsere sozialen Kanäle erreichen und informieren möchten.
Unsere fleischlosen Produkte sind in meisten führenden Einzelhandelsunternehmen gelistet, vielfach auch unter Handelsmarken. Wir liefern neben Österreich auch nach Deutschland, Italien, Spanien, Dänemark, Portugal, Belgien, Ungarn, Slowenien, Kroatien Slowakei und in die Schweiz.

Sind Kunden wie Burger King schon auf den fleischlosen Markt aufgesprungen?
Das können wir nicht beantworten, diese Frage müssten Sie Burger King stellen.

Wie viel kosten Ihre fleischlosen Produkte am Markt im Vergleich zu herkömmlichem Fleisch?
„Die OHNE“ Aufschnittprodukte sind teurer als „normale“ Aufschnittwurst, da auch die Herstellung weit aufwändiger ist.

Ist Fleisch überhaupt ersetzbar? Bezüglich Nährstoffe, Geschmack und Konsistenz?
Aus unserer Sicht ist Fleisch als Ernährungsquelle nicht sinnvoll ersetzbar, es ist eines der wertvollsten Lebensmittel, das wir haben. Es gibt keine vergleichbare Eiweiß- und Nährstoffquelle. Fleisch und Fleischkonsum sind seit Jahren stark emotional behaftete Themen – die Fleischwirtschaft stellt sich gerne jeder sachlichen Diskussion.

Glauben Sie, dass Fleischalternativen eine Zukunft auf dem Markt haben?
Sie haben jetzt einen Markt und werden diesen sicherlich auch in Zukunft haben. Ein weiterer moderater Zugewinn ist durchaus erwartbar, Einschätzungen wonach Fleischersatzprodukte natürliche Fleischprodukte ablösen werden, teilen wir nicht.

News vom 21.06.2019

UNSER LEHRLINGSPROGRAMM STÖSST BEREITS AUF MEDIENECHO – GEORG MARCHER IM INTERVIEW MIT DER KLEINEN ZEITUN

Erscheinung: Kleine Zeitung

News vom 21.06.2019

DER TREND ZU VEGETARISCHEN FLEISCHERSATZPRODUKTEN IST MOMENTAN IN ALLER MUNDE – AUCH DIE KRONEN ZEITUNG BERICHTETE ÜBER DIESEN FOOD-TREND.

Erscheinung: Kronen Zeitung

Georg Marcher mit Lehrlingen

News vom 04.06.2019

NACHWUCHS GESUCHT: MARCHER FLEISCHWERKE STARTEN LEHRLINGSOFFENSIVE

Villach, am 28. Mai 2019 – Die Marcher Fleischwerke, Österreichs achtgrößter Nahrungs- und Genussmittelhersteller, rüsten sich für die Zukunft: Das Familienunternehmen hat deshalb an den Standorten Linz, Oberwaltersdorf und St. Stefan im Rosental ein umfassendes Ausbildungsprogramm für Lehrlinge initiiert, das mit einem attraktiven Gehaltsschema und zahlreichen zusätzlichen „Zuckerln“ punkten kann. Im Fokus stehen dabei sowohl frühzeitige AbgängerInnen von höheren Schulen und MaturantInnen.

Oft stellt sich bereits vor oder nach der Matura die Frage: Was nun? Direkt ins Berufsleben einsteigen oder nach der Matura studieren? Es gibt aber auch noch einen dritten Karriereweg, der Berufseinstieg und Ausbildung verbindet – eine Lehre.

Um vermehrt diese Zielgruppe anzusprechen, gehen die österreichweit tätigen Marcher Fleischwerke in die Offensive und wenden sich speziell auch an frühzeitige AbgängerInnen von höheren Schulen und MaturantInnen, die Interesse an einer Karriere in der Lebensmittelverarbeitung haben: An den Standorten Linz, Oberwaltersdorf und St. Stefan im Rosental werden für die unterschiedlichsten Unternehmensbereiche Lehrlinge gesucht. Die Ausbildungsgebiete sind dabei äußerst vielfältig – von der Fleischverarbeitung und Lebensmitteltechnik über Anlagen- und Betriebstechnik und bis hin zur Mechatronik und IT-Technik.

Vielfältige Lehre im Familienbetrieb

Die Marcher Fleischwerke bieten als Familienbetrieb in dritter Generation viele Vorteile für Lehrlinge, die an der Produktion und am Vertrieb hochwertiger Lebensmittel interessiert sind. Rasche Entscheidungswege, Innovation und Tatkraft stehen im Fokus des modernen Unternehmens. Damit für jede/n BewerberIn das richtige dabei ist, haben die Marcher Fleischwerke drei Varianten der Lehrlingsausbildung entwickelt:

In der klassischen Lehre bekommen Lehrlinge zusätzlich zum/zur AusbilderIn, der verantwortlichen Fachkraft, eine/n PatIn als Vertrauensperson zugeteilt, die/der gerade in der Anfangsphase bei der Orientierung im Unternehmen unterstützt. Die breite Firmenaufstellung der Marcher Gruppe, die die gesamte Wertschöpfungskette der Fleischverarbeitung abdeckt, ermöglicht einen guten Einblick ins Geschäftsleben. Einen Blick über den Tellerrand bieten Exkursionen im In- und Ausland in andere Betriebe. Intern können Zusatzausbildungen wie z.B. der Einblick in eine EDV-Lehre angeboten werden, extern rundet z.B. ein Fleisch-Sommelier-Kurs das praxisorientierte Ausbildungsprogramm ab. Die Entlohnung über der kollektivvertraglichen Lehrlingsentschädigung und Leistungsprämien für gute Zeugnisse machen eine Lehre bei den Marcher Fleischwerken auch finanziell äußerst attraktiv. Wer noch kein/e AutofahrerIn ist, dem wird bei entsprechender Leistung außerdem der B-Führerschein bezahlt!

Wer eine Lehrausbildung und Matura machen will, kann sich für die Lehre mit Reifeprüfung entscheiden, die auch Benefits der klassischen Lehre inkludieren. Diese Variante ist an allen Standorten möglich, der Einstieg in die Matura-Vorbereitungskurse kann bereits ab dem ersten Lehrjahr erfolgen. Dabei werden die gegebenenfalls anfallenden Kosten von den Marcher Fleischwerken zur Gänze übernommen – egal ob für Vorbereitungskurse, Unterlagen oder Prüfungen. Und sollte ein Test einmal daneben gehen, müssen die Auslagen dafür nicht zurückgezahlt werden. Um den Bildungsfortschritt zu sichern, erhalten Lehrlinge während der gesamten Ausbildung professionelle Unterstützung durch ausgebildete Sozialpädagogen.

Auch wenn die Reifeprüfung bereits erfolgreich bestanden ist, können Interessierte noch Karriere mit Lehre in den Marcher Fleischwerken machen. Die Lehre nach der Matura ist vor allem für jene AbgängerInnen höherer Schulen interessant, die zwar nicht studieren, aber dennoch eine qualifizierte Ausbildung im Lebensmittelbereich erhalten wollen. Bei dieser Variante besteht die Möglichkeit einer verkürzten Lehrzeit für jene, die über den Abschluss an einer allgemeinbildenden oder berufsbildenden höheren Schule (AHS/BHS) oder auch eine andere Lehrabschlussprüfung (LAP) verfügen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit von einzelnen Fächern befreit zu werden, wenn bereits entsprechende Vorkenntnisse vorhanden sind. Einen besonderen finanziellen Anreiz für MaturantInnen bietet das erhöhte Gehalt, das auch über dem kollektivvertraglichen Mindestlohn liegt.

„Wir haben uns eingehend mit den Bedürfnissen junger Jobeinsteigerinnen und Jobeinsteiger beschäftigt und mit unseren Erkenntnissen ein flexibles Modell für die Lehre bei den Marcher Fleischwerken entwickelt. Dadurch können wir auf die unterschiedlichen Startbedingungen der Lehrlinge optimal eingehen und ihnen eine Ausbildung bieten, die ihren Wünschen und Fähigkeiten entspricht. Damit wollen wir unsere interne Ausbildungsstrategie stärken, die den Unternehmenserfolg unseres Familienbetriebs auch in Zukunft sichern soll“, betont Georg Marcher, der bei den Marcher Fleischwerken die Lehrlingsoffensive verantwortet.

Über Marcher Fleischwerke
Die Marcher Fleischwerke sind ein traditionsreiches, österreichisches Familienunternehmen, mit 90-jähriger Firmengeschichte. 1929 gegründet, wird das Unternehmen heute in dritter Generation von Norbert, Gernot und Herfried Marcher geführt und ist in den letzten Jahren zu Österreichs größtem und modernstem Schlacht- und Zerlegeunternehmen geworden. Mit einem Umsatz von 520 Mio. Euro (2017) ist die Marcher Gruppe heute der achtgrößte österreichische Nahrungs- und Genussmittelhersteller. Ausgehend von der Firmenzentrale in Villach beschäftigt die gesamte Unternehmensgruppe an insgesamt neun Standorten österreichweit rund 1.800 Mitarbeiter. Verarbeitet werden jährlich 130.000 Rinder sowie 1.000.000 Schweine, exportiert wird in 40 Länder auf vier Kontinenten.

Die Marcher Fleischwerke verfügen über zahlreiche Premiummarken: Im Fleischbereich sind dies „Styria Beef“„absolut steirisch“ sowie der Onlineshop www.fleischwerkstatt.at. Die Marken „Landhof“, „Loidl“ und „die OHNE“ decken die Feinkostschiene ab.

 

Interessierte können sich unter  https://www.marcher.at/karrierebewerben

Fotos: ©LEBZELTER PHOTOGRAPHY für Marcher Fleischwerke

 

Pressekontakt:

Mag. Sonja Vikas
+43 4242 41555-0
sonja.vikas@marcher.at

Brandenstein Communications

Christina Brandenstein
+43 1 3194101-11
christina@brandensteincom.at


News vom 27.05.2019

UNSERE FLEISCHWERKSTATT IM AKTUELLEN „FALSTAFF-RANKING“

Unter der Headline „Fleischeslust“ stellt die aktuelle Falstaff-Ausgabe die besten Fleischerei-Betriebe des Landes vor – unser Online-Shop www.fleischwerkstatt.at darf hier natürlich nicht fehlen! Besonders hervorgehoben werden die speziellen Rindfleischspezialitäten wie Grand Moo oder Styria Beef.


News vom 07.05.2019

MARCHER GRUPPE AUF DER HOFEX IN HONG KONG

Mit einem repräsentativen Messestand präsentierten sich die Marcher Fleischwerke Anfang Mai auf der größten Asiatischen Lebensmittel-Messe HOFEX in Hong Kong. Das breite Sortiment, das auch speziell auf den asiatischen Markt zugeschnitten ist, fand großen Anklang wie die Marcher Export-Key-Accounts Daniel Radkohl und Martin Klanner zu berichten wussten.


News vom 20.02.2019

OPTIMAL IST EINE WELTWEITE VERWERTUNG

Warum Österreichs größter Fleischverarbeiter Pfoten nach China und Knochen nach Deutschland schickt.

Erscheinung: Kurier

News vom 19.02.2019

NEUER LANDHOF-EIGENTÜMER TROTZT DER HANDELSMACHT

Neustruktur: Seit Jänner 2018 gehört Linzer Betrieb zur Kärntner Marcher-Gruppe und hat mehr Mitarbeiter als unter Vivatis.

Das Kärntner Familienunternehmen Marcher hat sich zum größten Spieler in der heimischen Schlachter- und Fleischverarbeitungsbranche gemausert. Der jüngste Zukauf betraf die Vivatis-Töchter Landhof in Linz und Loidl Salami in St. Stefan im Rosental. Diese bedeuteten Schritte Richtung Weiterverarbeitung. Was hat sich verändert? Landhof hat die Verantwortung für das Innovationsmanagement der Gruppe übernommen, sagt der geschäftsführende Gesellschafter, Norbert Marcher. Unter dem neuen Eigentümer wird der Anteil des Leihpersonals reduziert - ein Teil wird in die Stammbelegschaft übernommen. Zu den 150 Arbeitern kommen 15 bis 20 dazu. Einige Leasingkräfte brauche man aber wegen der starken Saisonalität in der Grillzeit. Synergien hätten kurzfristig "keine fünf Jobs" gekostet. Die eigenen Schlachthöfe sind überdies zum bedeutendsten Lieferanten aufgerückt: Statt eines Viertels stammen nun drei Viertel der Rohware aus der Gruppe, sagt Marcher.

Herausfordernd ist die spezielle österreichische Marktkonzentration. Die Handelsriesen Rewe und Spar bauen die eigenen Fleischverarbeitungsaktivitäten aus. "Wir müssen eigene Reibungsverluste vermeiden, also effizient arbeiten", sagt der Villacher, der zwei Mal im Monat in Linz nach dem Rechten sieht ("Wir haben einen geordneten Betrieb übernommen"). Marcher forciert daher die intensivere Zusammenarbeit der eigenen Wursterzeuger, Landhof, Loidl und Aibler. Der Fleischverbrauch sei seit Jahren stabil, so der Firmenchef. "Unser Geschäft ist eigentlich krisensicher." In wohlhabenden Gesellschaften sei von einem Fleischverzehr von 63 Kilogramm pro Person und Jahr auszugehen. "Die Fleischsorten variieren je nach Kulturkreis." Mit dem Landhof-Standort in Linz ist Marcher zufrieden. Dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger habe er bei einem Firmenbesuch signalisiert, solange wie möglich zu bleiben. "Wir planen keine Absiedlung." Landhof wird 2018/19 (per Ende März) mit einem stabilen Umsatz von 4 7 Millionen Euro und mit Gewinn abschließen. Das war in den Jahren zuvor nicht immer so.  Die Gruppe werde konsolidiert auf 520 Millionen Euro kommen, sagt Marcher.

Erscheinung: Oberösterreichischen Nachrichten

News vom 18.02.2019

NACHHALTIGE VERPACKUNG MIT STARKEM AUFTRITT

Wie die FlatSkin-Verpackung die Umwelt schont.

Beim FlatSkin liegt das Fleisch auf einem Trägerkarton, der beidseitig mit umweltfreundlichen Farben bedruckt werden kann. Hier ist genug Platz für Produktinformationen und die Präsentation des Produktes. Darüber wird eine Folie gezogen, die ein Vakuum erzeugt. Durch das Verfahren kann bis zu 75 % weniger Plastik als bisher verwendet werden. Die Marcher Fleischwerke setzen bereits bei sehr vielen Produkten auf dieses Verfahren. Vor allem Steaks des Hofer-Labels „Zurück zum Ursprung“ werden ausschließlich mit dieser Verpackung angeboten, um nachhaltig zu verpacken und die Umwelt zu schonen.


News vom 18.02.2019

LINZER BÜRGERMEISTER KLAUS LUGER BESUCHT UNSER WERK

Vergangenen Dienstag, 19.2., besuchte Bürgermeister Klaus Luger unser Werk und nahm an einem Betriebsrundgang teil. Bei der Besichtigung der Produktion half der Bürgermeister tatkräftig bei der Zubereitung eines original Landhof-Leberkäses mit, den er etwas später auch verkosten konnte. Im Gespräch mit Norbert Marcher begrüßte Klaus Luger das Engagement der Marcher Gruppe rund um den Standort Linz und zeigte sich erfreut, über unsere Absicht den Produktionsbetrieb „Landhof“ an dieser Adresse zu belassen.


News vom 08.02.2019

MARCHER UND DAS THEMA TIERGESUNDHEIT

Strenge Hygienevorschriften und der Veterinärdienst sorgen für Sicherheit beim Lebensmittel Fleisch.


News vom 22.11.2018

FLEISCHWERKSTATT IST KÄRNSTENS BESTER WEBSHOP

Im Rahmen eines Aufrufs der Wirtschaftskammer Kärntens wurden die modernsten und benutzerfreundlichsten Onlineshops gesucht. Über 70 Unternehmen haben sich dem Wettbewerb gestellt. Am 21.11. wurden im Casino Velden im Rahmen einer Gale die Gewinner gekürt.

In der Kategorie „Multichannel“ Webshop konnte die Marcher-Fleischwerkstatt die Jury überzeugen und erhielt die Auszeichnung „Gold“.

"Das Internet hat unsere Arbeits- und Lebenswelt massiv verändert. E-Commerce, das elektronische Ein- und Verkaufen, ist zu einem wichtigen Bestandteil geworden. Wer online nicht auffindbar, nicht buchbar oder eben auch nicht kaufbar ist, verliert einen der wichtigsten Vertriebswege der Zukunft“, betonte Spartenobmann Raimund Haberl in seiner Eröffnung.

 Die Marcher Fleischwerke betreiben seit 2016 die „Fleischwerkstatt“ www.fleischwerkstatt.at – einen Online-Shop mit selektierten Fleischangebot, seltenen Teilstücken und gereiften Spezialitäten. Dieses Angebot wird von erklärten Fleischliebhabern geschätzt und es ermöglicht dem Unternehmen einen direkten Kontakt zum Kunden.

News vom 12.08.2018

WURST UND ROASTBEEF OHNE SCHMERZEN

Marcher schlachtet mit scharfem Gerät und beherrscht den präzisen Herzstich.

Erscheinung: Frankfurter Allgemeine Zeitung


News vom 17.06.2018

MARCHER UNTER DEN TOP TEN DER NAHRUNGS- UND GENUSSMITTEL INDUSTRIE

Im neu erschienenen Trend Magazin der Top 500 Unternehmen in Österreich rangiert die Marcher Gruppe auf Platz 179. In der Gruppe der Nahrungs- und Genussmittel-Hersteller liegt Marcher unter den Top Ten nach Red Bull, Leibnik-Lundenburger, Rauch, Agrana, Bergland, Vivatis und Brau Union.


News vom 02.05.2018

DER FLEISCHSTRATEGE

Interview Norbert Marcher für CASH - Das Handelsmagazin

Redakteur: Willy Zwerger 

Norbert Marcher hat in den letzten Jahren ein bemerkenswert kompetentes Fleischimperium inklusive Schlachthöfen, Verarbeitungsbetrieben und namhaften Markenartikeln geschaffen. CASH sprach mit ihm über Firmenzukäufe, Markenstrategien und die Bedeutung des Exports.

Herr Marcher, stehen nach dem Ankauf von einigen namhaften fleischverarbeitenden Betrieben wie Blasko, Aibler, Landhof und Loidl weitere Übernahmen am Plan?

Mit dem Kauf von Aibler und Blasko hat sich uns eine gute Gelegenheit geboten, erstmals in die Herstellung von Fertigprodukten einzusteigen. Durch die Schließung der Wertschöpfungskette eröffnen sich durchaus interessante Optionen: Vom Rohstoff weg bis hin zum fertigen Produkt können die Maßstäbe für alle Verarbeitungsstufen effizient, durchgängig und autark festgelegt werden. Und zudem sind auch Synergien in der Lieferkette gegeben. Landhof und Loidl zu erwerben, hat weitere Möglichkeiten in der Spezialisierung des Herstellungsprozesses gebracht und speziell mit Loidl das Sortiment weiter abgerundet. Um Ihre Frage zu beantworten, es sind aktuell keine weiteren Zukäufe geplant.

Was passiert mit den Marken? Blasko und Aibler sind offensichtlich verschwunden, bleiben Landhof und Loidl?

Hier muss ich Ihnen widersprechen: Blasko ist unter der Marke "Feines am Tisch" im LEH und C&C gelistet, Aibler war bei unserer Übernahme eine Marke, die ausschließlich im führenden Diskont als solche auftritt und daran hat sich nichts geändert. Allerdings hatten beide Marken nicht das Potenzial, das Landhof und Loidl haben - d.h. selbstverständlich bleiben Landhof und Loidl als Marken erhalten und werden von uns gestärkt.

Was passiert mit der Landhof-Schiene "die OHNE"? Möchten Sie diese aufrechterhalten bzw. sogar weiter ausbauen?

Das fleischlose Aufschnitt-Sortiment und seine Bedeutung sind für uns zugegebener Weise eine Neuheit. Landhof war damit Pionier und ist auch heute in Österreich in diesem Nischensegment unangefochtener Marktführer, sowohl qualitativ als auch mengenmäßig. "Die OHNE" ist eine extrem erfolgreiche Marke und unsere Produktentwickler werden hier ständig Innovationen auf den Markt bringen.

Unter welchen Marken sind Sie im LEH gelistet?

Feines am Tisch, Aibler, Landhof, Loidl, die OHNE.

Gibt es bzw. wird es eine Marke namens Marcher geben?

Wir haben im Fleischbereich die Marcher Fleischwerkstatt, unseren Onlineshop. Premium-Artikel aus diesem Sortiment werden auch unter Marcher Fleischwerkstatt dem LEH angeboten bzw. auch von diesem gewünscht. Marcher als Markenname für Feinkost- und Convenience-Produkte wird nicht forciert, dass in der Kommunikation hinter all unseren Marken die Marcher Fleischwerke stehen, ist durchaus gewollt.

Wie interessant ist für Sie der Export?

Im Fleischbereich hat für uns der Export eine große Bedeutung. Es ist elementarer Teil unserer Geschäftspolitik, jedes Teilstück dort zu vermarkten, wo es die größte Nachfrage hat. Unsere Exportquote liegt bei über 50 Prozent. Wir exportieren in mehr als 40 Länder auf vier Kontinenten. Im Feinkost-Bereich ist es vergleichsweise schwieriger, im Ausland Fuß zu fassen, dennoch sind alle vier Betriebe auch im Export erfolgreich tätig. Wir erwarten uns von den bestehenden Kontakten aus dem Fleischbereich eine zusätzliche Belebung des Exportgeschäfts.

Mit wie vielen Bauern arbeiten Sie zusammen?

Wir haben rund 16.000 Vertragsbauern, von denen wir Tiere beziehen.

Wie schaut das Verhältnis Schweine- zu Rindfleisch aus?

Durch die große Bedeutung des Wurst- und Schinkensortiments ist der Gesamtverzehr von Schweinefleisch in Österreich ca. dreimal so groß wie jener von Rindfleisch. Die österreichischen Bauern produzieren geringfügig mehr Schweinefleisch, aber ca. um 50 Prozent mehr Rindfleisch, als im Inland verzehrt wird. Wir verarbeiten in etwa doppelt so viel Schweinefleisch wie Rindfleisch, was ziemlich genau der Relation der landwirtschaftlichen Produktion entspricht.

News vom 02.05.2018

WIR HALTEN NICHTS DAVON, SICH TRENDS DOGMATISCH ZU UNTERWERFEN.

Interview Norbert Marcher für Landwirt

Redakteurin: Karin Ch. TAFERNER

Die Marcher Fleischwerke sind Österreichs größtes Schlacht- und Zerlegeunternehmen. Im LANDWIRT Interview spricht Geschäftsführer Norbert Marcher über Qualitätsprogramme, neue Vermarktungswege und europäische Markteinflüsse auf den Rindfleischmarkt.

Vor drei Monaten haben Sie in Oberösterreich die Wurst- & Schinkenproduzenten Landhof und Loidl übernommen. Der Verkäufer Vivatis nannte als Gründe für den Verkauf die Marktsituation mit Überkapazitäten, starken Verdrängungswettbewerb sowie nationalen und internationalen Kostendruck. Das schreckte Sie nicht ab?

Es stimmt, dass in der österreichischen Fleischwirtschaft auf allen Stufen - der Schlachtung, der Zerlegung und der Verarbeitung - Überkapazitäten bestehen. Insofern ist klar, dass starker Wettbewerb herrscht. Grundsätzlich wirkt sich Wettbewerb positiv als Anreiz aus, Innovationen und Effizienz zu steigern, und dient damit der österreichischen Fleischwirtschaft und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Wo sehen Sie das Potenzial in diesen Marken?

Grundsätzlich sehen wir uns als Dienstleister sowohl an der Landwirtschaft wie auch an unseren Kunden und am Konsumenten. Zu unseren Kunden zählen Unternehmen aus dem Gewerbe, der Industrie, des Lebensmitteleinzelhandels, des Lebensmittelgroßhandels, des Diskonts sowie der Systemgastronomie. Unsere Produkte gelangen unter einer Handelsmarke oder auch unter unseren Eigenmarken auf den Markt. Mit Landhof und Loidl haben wir zwei starke traditionelle Marken dazu gewonnen, die für hochwertige, österreichische Veredelung stehen.

In Ihrem Online-Shop unter www.fleischwerkstatt.at bieten Sie seit einem Jahr unter anderem Teilstücke an, die es im Lebensmitteleinzelhandel selten gibt. Gibt es ausreichend Nachfrage nach Fleisch aus dem Internet?

Es gibt eine starke Community, die Fleisch als sehr wertvolles Lebensmittel sieht, gerne kocht und sich über Besonderheiten im Sortiment, selektierte Teilstücke, ausreichend gereifte Steaks freut - für uns ist die Fleischwerkstatt eine sinnvolle Ergänzung zum Hauptgeschäft, eine Möglichkeit direkt mit den Endkunden in Kontakt zu treten und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen und zu erfüllen.

Wie schätzen Sie das Wachstumspotenzial für den Online-Handel mit Rindfleisch in den nächsten Jahren ein?

Ich liege sicher nicht falsch mit der Annahme, dass sich der Online-Handel insgesamt verstärken wird. Ob das explizit für Rindfleisch deutlicher spürbar sein wird als für andere Produkte, kann ich nicht beantworten.

Sie schlachten derzeit 130.000 Rinder an vier Standorten in Österreich. Können Sie Ihren Bedarf an Rindfleisch aus heimischer Produktion decken?

Über unsere Eigenschlachtungen hinaus beziehen wir im Ausmaß von zehn bis zwanzig Prozent auch noch Schlachtkörper von anderen Schlachtbetrieben.

Geht es um Mengen oder Qualitäten, die Sie nicht bekommen?

Wir nehmen grundsätzlich alle Tiere von unseren bäuerlichen Partnern kurzfristig an - nicht immer stimmen die Angebotsmengen der einzelnen Kategorien und Qualitäten mit dem Bedarf unserer Kunden zum jeweiligen Zeitpunkt überein. Um trotz der relativ kurzen Haltbarkeit von Frischfleisch alle Kunden möglichst immer zu hundert Prozent zu bedienen, kaufen wir auch gezielt Schlachtkörper zu.

Wie beurteilen Sie die österreichische Rindfleischqualität?

Die österreichische Rindfleischproduktion ist an die natürlichen Produktionsbedingungen gut angepasst. Unsere Hauptrasse, das Fleckvieh, liefert eine auch international anerkannt gute Genussqualität. Durch diverse Kreuzungen und die immer noch vorhandene Rassenvielfalt und das ebenso bei Rindfleisch breite Spektrum an Differenzierungsmöglichkeiten gibt es im Gegensatz zu Geflügel oder Schweinefleisch ausreichend Möglichkeit unterschiedliche Geschmackspräferenzen zu bedienen.

Wo gibt es aus Ihrer Sicht Verbesserungspotenzial?

Die Angebotspalette aus der österreichischen Viehwirtschaft ist aus meiner Sicht breit genug. Dass sich die Viehwirtschaft laufend darum bemüht und sich auch bemühen sollte, die wirtschaftliche Optimierung auf den einzelnen Betrieben voranzutreiben, unterscheidet sie nicht von anderen Geschäftszweigen. Wir halten nichts davon, sich verschiedenen Trends dogmatisch zu unterwerfen. Durch unsere überregionale Absatzausrichtung gibt für alle bereits bestehende Qualitäten Absatzsicherheit.

Gibt es noch unbesetzte Nischen?

Gibt es noch unbesetzte Nischen? Es gibt eine Vielzahl an Programmen, die sich hinsichtlich Haltungsform, Futtermittel, Region oder Rasse unterscheiden. Aus meiner Sicht gibt es hier keinen zusätzlichen Handlungsbedarf.

Bräuchte es mehr Einheitlichkeit?

Nein, Vielfalt ist eine Bereicherung.

Sie sind autorisierte Abwicklungsstelle für das AMA-Gütesiegel QPlus Rind. Wie beurteilen Sie das Qualitätsverbesserungsprogramm?

Wir sehen dies als Dienstleistung an unseren landwirtschaftlichen Partner. Ob einzelne Landwirte von diesem Angebot Gebrauch machen, entscheiden diese autark. Die Resonanz ist gegeben, es findet Anklang, aber auch nicht überwältigend.

Sie sind auch stark im Export tätig. Ist dort österreichisches Qualitätsfleisch mit dem AMA-Gütesiegel überhaupt gefragt?

Unsere ausländischen Kunden orientieren sich an der Genussqualität des von uns gelieferten Fleisches. Österreich ist als Produktionsland grundsätzlich positiv besetzt, konkrete Listungen im Ausland, die das AMA-Gütesiegel beinhalten, sind mir nicht bekannt.

Könnte der europäische Rindfleischmarkt durch den Brexit aus dem Gleichgewicht geraten?

Es gibt intensive und historisch gewachsene Handelsbeziehungen zwischen Irland und England, wobei Irland den größten Teil der Versorgungslücke Englands abdeckt. Ich gehe davon aus, dass in den Brexit-Verhandlungen dieser Umstand berücksichtigt wird und es zu keinem nachhaltigen Bruch dieser Lieferkontakte kommen wird.

Die EU hat den Mercosur-Staaten ein Angebot für die Einfuhr weiterer 100.000 Tonnen südamerikanischen Rindfleischs gemacht. Welche Auswirkungen erwarten Sie?

Dem Vernehmen nach wird in den Verhandlungen von den Mercosur-Staaten angeregt, dass die EU die bereits seit Jahren ermäßigten Einfuhrzölle für eine noch näher zu verhandelnde Quote weiter reduzieren möge. Dabei soll es sich um eine Zollreduzierung in der Größenordnung von etwa zehn Prozent handeln. Tiefgreifende Auswirkungen auf unser Geschäft sowie auch auf die Ertragslage der heimischen Rinderbauern erwarten wir nicht.

News vom 31.01.2018

KAUF LANDHOF UND LOIDL – ÜBERNAHME VOLLZOGEN

Die Anfang Dezember vereinbarte Übernahme der Firmen Landhof und Loidl durch die Marcher Fleischwerke wurde am 31. Jänner 2018 rechtmäßig vollzogen. Gestern fand das Closing und damit die zivilrechtliche Übernahme von Landhof und Loidl durch die Marcher Fleischwerke statt, die Bundeswettbewerbsbehöre erteilte dazu bereits Mitte Jänner die Freigabe. Die Geschäftsführung von Landhof und Loidl wird von Norbert Marcher wahrgenommen.

Ähnlich wie beim Kauf von Aibler und Blasko 2015 handelt es sich auch bei den Wurst- & Schinkenproduzenten Landhof und Loidl um langjährige Kunden von Marcher. Geschäftsführer Norbert Marcher: „Wir schätzen uns glücklich, dass es in allen Fällen möglich war, gut organisierte Betriebe mit kompetenten und motivierten Mitarbeitern und ohne Investitionsstau zu erwerben. Die Möglichkeit einen wertschöpfungsübergreifenden Fokus einzunehmen, birgt Potenziale sowohl hinsichtlich der Qualität der Endprodukte als auch hinsichtlich deren effizienten Herstellung.“ Marcher bildet die gesamte Produktionskette von der Schlachtung über die Zerlegung bis zur Veredelung komplett ab. In diesem Sinne schließt Marcher wieder an einen alten Werbeslogan von Landhof an: vom Bauern gebracht, mit Liebe gemacht.

Sortiment & Markenstrategie
An der Sortimentsstruktur wird nichts verändert, alle Kunden werden wie bisher mit allen Produkten der Marken Landhof, Loidl sowie „die Ohne“ beliefert. Die Rolle als Markenartikler ist für Marcher eine neue, wird aber sehr zuversichtlich gesehen. Geschäftsführer Norbert Marcher: „Auch wenn im Lebensmittel-Einzelhandel der Anteil an Handelsmarken immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, sind wir überzeugt, dass starke, authentische Hersteller-Marken immer einen Platz haben werden.“

Export
Durch die langjährigen Geschäftskontakte der Marcher Fleischwerke im Ausland sind hier zahlreiche Chancen und Möglichkeiten gegeben, die in den nächsten Monaten verfolgt werden.


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